Der P.R.O.e.V. mit seinem Projekt REGIOOEL auf dem Katholikentag

Das Motto des 101. Katholikentages in Münster lautete „Suche Frieden“.

Autofasten auf dem Katholikentag in Münster (c) Günter Barten
Mi 23. Mai 2018
Günter Barten
Für den P.R.O.e.V. bedeutet dies nicht zuletzt, den Frieden mit der Schöpfung zu finden. Ca. 350 Personen haben den Stand des P.R.O.e.V. auf dem Katholikentag am 11. Mai in Münster besucht.

Und eingebunden in die „Tour de Münster“ wurden Möglichkeiten und Modelle klimafreundlicher Mobilität vorgestellt. 

Ob Klimafreundlichkeit letztendlich gelingt, entscheidet sich konkret vor Ort und durch jeden Einzelnen von uns. Für den P.R.O.e.V. gilt der Leitsatz „Schöpfung bewahren ist Gottesdienst“

Am Stand des P.R.O.e.V. wurden präsentiert:

  1. Die Erzeugung von Pflanzenöl mit einer kleinen Ölpresse als einem CO2-neutralen Energieträger (Kraftstoff)
  2. Ein Fahrzeug mit einem klimaneutralen Pflanzenölmotor (VW Caddy)
  3. Ein zukunftsfähiges Elektrofahrzeug, zur Verfügung gestellt durch die EnergieAgenturNRW


In den Gesprächen mit den Besucherinnen und den Besuchern wurde auf die aktuelle Situation bezogen auf unser Klima verwiesen, denn Klima- und Ressourcenschutz zählt zu den wichtigsten gesellschaftlichen Aufgaben im 21. Jahrhundert. Um diesen zu erreichen braucht es einen umgehenden weltweiten Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas und einen Wechsel auf 100 Prozent Erneuerbare Energien. Wir haben in den Industrieländern unseren Wohlstand auf der Grundlage von fossilen Energieträgern aufgebaut und sind damit am nicht mehr zu leugnenden Klimawandel maßgeblich beteiligt. So stehen wir auch in einer besonderen Verantwortung bezogen auf die „große Transformation“.

Die fossilen Rohstoffe müssen wir dort lassen, wo sie hingehören: im Boden und nicht in der Atmosphäre. Offensichtlich fällt es schwer, uns in die kommenden Generationen hinein zu versetzen, die unseren derzeitigen maßlosen Umgang mit den Ressourcen in negativer Weise erleben werden. Verbunden damit ist auch eine fehlende Unterstützung für die Ärmsten und Verletzlichsten dieser Welt, die die Folgen des Klimawandels bereits jetzt schon zu spüren bekommen.
Der Verein P.R.O. e.V. will mit seinem Projekt REGIOOEL dazu beitragen, dass auch nachfolgende Generationen eine lebenswerte (Um)Welt vorfinden. Eine entscheidende Weichenstellung mit Blick in die Zukunft ist hier die Verwendung von regenerativen Energieträgern. Im Verbund mit Sonne, Wind und Wasser sind dabei die biogenen Energieträger (z.B. Pflanzenöl) unverzichtbar. Dies zu kommunizieren hat der Verein sich zum Ziel gesetzt.
Das diese „Große Transformation“ aber nur schleppend entsteht, findet ihre Ursachen nicht zuletzt in Gleichgültigkeit, Nichtwissen, Ignoranz, bewusste Fehlinformationen in weiten Teilen unserer Gesellschaft.
Das es aber auch Mut machende Aufbrüche gibt, zeigte das Beispiel einer Gruppe junger Gymnasiastinnen, die beim Standbesuch mit ihrer Lehrerin verabredeten, eine Projektarbeit zum Thema Klimawandel und der Nutzung von Bioenergieträgern durchzuführen.
Bedanken möchten wir uns als P.R.O.e.V auch bei der Stiftung Umwelt und Entwicklung des Landes NRW, die die Präsentationen großzügig unterstützt. Internetauftritt mit Fotostrecke: http://katholikentag-2018.regiooel.de/